Karin Jung
verlässt das Amt für Wirtschaft und Arbeit nach sieben Jahren.
24 Adventsfenster werden an der Lindenbergstrasse enthüllt. Der Adventsweg kann bis 6. Januar besucht werden. tb
76 Laternen leuchten den ansonsten stockdunklen Weg von Gossau nach Andwil aus. Ausserdem erwarten die Passantinnen und Passanten liebevoll gestaltete Adventsfenster. Der Adventsweg wurde auf Initiative des Künstlers Mario Campigotto 2018 ins Leben gerufen.
Lindenberg «Jedes Jahr sind wieder neue Ideen zu sehen. Manchmal sind wir völlig baff, wenn wir ein Fenster zum ersten Mal betrachten», erzählt Mario Campigotto, der mit seiner Familie am Lindenberg wohnt. Inspiriert vom Adventsweg in Balgach, für deren Organisatoren er grosse Krippenfiguren schnitzte, überzeugte Campigotto Familie und Nachbarn, in kleinerer Form etwas Ähnliches an ihrem Wohnort im Gebiet Tisch und Bänke bis Wilen und Zinggenhueb umzusetzen. «Es ist jeweils ein besonderer Moment, wenn um 17 Uhr eine Laterne nach der anderen entzündet wird», erzählt der Künstler, der hauptberuflich bei der Bernhard Gartenbau AG ganz in der Nähe seines Wohnorts arbeitet. Da im nördlichen Bereich der Lindenbergstrasse keine Strassenlaternen stehen, komme der Weg besonders gut zur Geltung. Für die Gestaltung der Adventsfenster machen Campigotto und seine Mitstreiter nur eine Vorgabe. Diese sind in einem handelsüblichen Harass zu platzieren. 24 verschiedene Parteien gestalten jedes Jahr die Adventsfenster. «Der Grossteil ist seit der ersten Stunde dabei. Und sobald ein Kistchen frei wird, stehen Nachfolger bereit», erzählt Campigotto. Inzwischen wirkten auch einzelne Personen mit, die nicht direkt am Adventsweg wohnen. «Die Hauptsache ist, dass ihnen die Gestaltung Freude macht!»
Doch nicht nur bei jenen, die die Adventsfenster gestalten, kommt der Weg gut an, sondern auch bei den Passantinnen und Passanten. «Es gibt Leute, die jedes Jahr den gesamten Adventsweg fotografieren und uns später ihre Dokumentationen zeigen», berichtet der Initiator. Besonders in der Pandemie sei das Besucheraufkommen sehr gross gewesen. Neben den Spaziergängerinnen und Spaziergängern, die ohnehin auf dieser Strecke unterwegs sind, kämen viele Besucherinnen und Besucher extra wegen des Adventswegs. Da jeden Tag eine neue Kiste enthüllt wird, kommen viele auch mehrfach vorbei. Sie hätten sich auch schon überlegt, alle Adventsfenster auf einmal zu enthüllen, damit diese möglichst lang zu sehen sind. «Doch um die Spannung und die Neugier zu erhalten, haben wir uns dagegen entschieden – auch wenn so einzelne Kisten nur wenige Tage zu sehen sind», erklärt Campigotto.
Zeitschaltuhren sorgen dafür, dass die Laternen täglich nur von 17 bis 23 Uhr brennen. So müssten sie jeweils nur einmal Mitte Monat die Batterien wechseln, erzählt Campigotto. Der Aufwand wird mit Spenden gedeckt, welche die Besucherinnen und Besucher ins Kässeli stecken oder per Twint überweisen. Besonders freut das Team, dass bei der siebten Auflage im letzten Jahr erstmals keine Fremdschäden angerichtet wurden. Früher wurden teils Laternen gestohlen oder Material mutwillig beschädigt. Dies soll auch dank Sensibilisierung der Jugendlichen im Gebiet der Vergangenheit angehören. Kleinere Schäden entstehen aber auch so aufgrund der Witterung. «Wichtig ist, dass die Passantinnen und Passanten nicht an den Lämpchen rumdrücken, auch wenn eines ausgefallen ist. Sonst gehen diese kaputt», erklärt Campigotto. Da trotz Fahrverbot für den Durchgangsverkehr auf der Strasse Anwohnende mit Autos sowie Velo- und Töfflifahrer unterwegs sind, empfiehlt er ausserdem, beim Besuch des Adventsweges Leuchtwesten oder Ähnliches zu tragen.
Von Tobias Baumann
Das ist zauberhaft✨️ Ich war zwar nicht auf der in dem Artikel genannten Strasse spazieren, aber in unserem Quartier Riethüsli gibt es eine ähnliche auf der Hochwachtstrasse. Herzlich willkommen! :) Und eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich allen✨️
Alina Sakhaltuieva antworten
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