Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Die Kantonspolizei St.Gallen lanciert eine neue Personalgewinnungskampagne. z.V.g.
Die Kantonspolizei St.Gallen lanciert eine Kampagne, um trotz Fachkräftemangel zukünftig genügend Personal rekrutieren zu können. Mit dem Slogan «Da, wenn’s drauf ankommt» sollen insbesondere junge Leute angesprochen werden. Die Botschaft richtet sich aber auch an die Gesellschaft.
Kantonspolizei «Wir wollen sichtbar machen, was den Beruf ausmacht – nämlich möglichst schnell da zu sein, wenn Not am Mann ist», erklärt Barbara Reifler, Kommandantin der Kantonspolizei St.Gallen. Mit der neuen Kampagne «Da, wenn’s drauf ankommt» wolle man die junge Generation ansprechen und nahbarer werden, was das Vertrauen der Gesellschaft in die Kantonspolizei stärken soll. «Wir haben bewusst die Personen in den Fokus der Personalgewinnungskampagne gerückt», sagt Reifler. Der Fachkräftemangel werde die nächsten Jahre zunehmen, wenn die Babyboomer in Pension gehen – «auch wir werden einen erhöhten Personalbedarf haben, wie ein Blick auf die Jahrgänge zeigt», so Reifler. Könne man diesen Personalbedarf nicht decken, lasse sich der gesellschaftliche Auftrag nicht mehr erfüllen. Entsprechend wichtig sei die Personalrekrutierung. Die Kantonspolizei St.Gallen wolle als moderne Arbeitgeberin auftreten und zeigen, dass die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen. «Bei der Polizei leistet man eine sinnstiftende Arbeit zugunsten der Allgemeinheit und ist immer nah am Menschen», hebt Reifler hervor.
Die Kampagne umfasst mehrere Variationen des gewählten Slogans, angepasst auf die verschiedenen Tätigkeiten der Polizistinnen und Polizisten und illustriert so die Vielseitigkeit des Berufs. «Da, wenn’s um Menschlichkeit geht», «Da, wenn’s um Sekunden geht» oder «Da, wenn’s den richtigen Riecher braucht» sind Beispiele aus der Kampagne. Martina Brassel, Leiterin Kommunikation bei der Kantonspolizei St.Gallen, erklärt nicht ohne Stolz, dass die Kampagne komplett «inhouse» von der Abteilung Kommunikation produziert wurde. Der neue Auftritt beinhaltet auch «Zeugenaussagen», in denen Polizistinnen und Polizisten in Kurzvideos von Einsätzen erzählen, in denen sie da waren, als es drauf ankam. Dies macht auch Polizist Marco Thoma: «Ich repräsentiere unsere Organisation mit Stolz gegen aussen und möchte als Botschafter jungen Leuten zeigen, dass sie sich auf eine spannende Reise begeben, wenn sie sich bei der Kantonspolizei bewerben.» Weiter wolle er der Gesellschaft die Botschaft vermitteln, dass man jederzeit mit den Polizisten in Kontakt treten darf.
Gian Andrea Rezzoli, Ausbildungsverantwortlicher der Kantonspolizei St.Gallen, erklärt bei der Präsentation der neuen Kampagne, die Kantonspolizei habe den Bewerbungsprozess modernisiert und deutlich verkürzt. Früher habe dieser bis zu neun Monate gedauert, heute könne er in wenigen Wochen abgeschlossen werden. Der Weg in die Kantonspolizei beginnt mit einem Eignungstest, der einen sogenannten «Intelligenzstrukturtest» und eine Prüfung der sprachlichen Fähigkeiten beinhaltet. Wer den Eignungstest besteht, kann die formale Bewerbung vornehmen, worauf ein Sprachkompetenztest und ein Assessment von einem halben Tag folgen. Dort gehe es vor allem darum, die Personen kennenzulernen, erklärt Rezzoli. Wer die Zusage erhält, kann seine Ausbildung an der Polizeischule in Amriswil beginnen, wobei neu jeweils im Frühjahr und im Herbst eine Klasse startet. Das erste Jahr umfasst vorwiegend Unterricht sowie ein zweieinhalbmonatiges Praktikum, das zweite Ausbildungsjahr wird als Polizist in Ausbildung in der Praxis absolviert. «Die Kantonspolizei sucht resiliente, anpassungs- und teamfähige Personen, die Freude an der Arbeit mit Menschen haben», führt der Ausbildungsverantwortliche aus.
Die Kampagne wird in den kommenden Wochen unter anderem auf den Social-Media-Kanälen der Kantonspolizei verbreitet. Ausserdem ging mit dem Kampagnenstart die neu konzipierte Webseite (da-wenns-draufankommt.ch) online.
Von Tobias Baumann
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