Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Das Baugesuch für den Modulbau an der Primarschule Rotmonten wurde eingereicht.
Das Baugesuch für einen zweigeschossigen Holzmodulbau bei der Primarschulanlage Rotmonten in St.Gallen wurde am 5. März eingereicht. Der Neubau soll dem wachsenden Raumbedarf von Schule und Tagesbetreuung begegnen.
Rotmonten Die Nachfrage nach Tagesbetreuungsplätzen im Schuleinzugsgebiet Rotmonten-Gerhalde wächst stetig. Aktuell besuchen 228 Kinder die Tagesbetreuung, am Spitzentag sind es 158 angemeldete Kinder. Martin Annen, Leiter der Dienststelle Schule und Musik der Stadt St.Gallen, geht davon aus, dass dieser Trend anhält: «Es ist davon auszugehen, dass wir in der Tagesbetreuung weiterhin steigende Anmeldezahlen haben.» Bis ins Jahr 2038/39 wird der Bedarf auf 235 Kinder am Spitzentag ansteigen.
Das Stadtparlament genehmigte am 26. September 2025 den Ausführungskredit für den Neubau. Der zweigeschossige Holzmodulbau ermöglicht eine Mehrfachnutzung und schafft Raum für Tagesbetreuung sowie für ergänzende Schulräume. Annen betont, dass der Raumbedarf nicht nur die Betreuung betrifft: «In der Schule erfüllen wir seit Jahren das Richtraumprogramm nicht, es fehlen Klassenzimmer, Gruppenräume, Aula und Diensträume.»
Der Modulbau soll auf dem westlichsten Abschnitt des Schulgrundstücks erstellt werden, der bislang als Parkplatz des Freibads Rotmonten genutzt wurde. Dieser Standort wurde in einem öffentlichen Partizipationsprozess gemeinsam mit dem Quartier als bester Standort ermittelt. Der bestehende Spielplatz bleibt grösstenteils erhalten und wird in die neue Umgebung integriert. Die Umgebungsgestaltung hat Stadtgrün auf der Grundlage von Rückmeldungen von Schule und Quartier im Sinne der «Schwammstadt St.Gallen» entwickelt. Im Frühling 2026 wird die Gestaltung in einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Schule, Quartier, Stadtgrün und des beauftragten Landschaftsarchitekturbüros weiter diskutiert und optimiert.
Das Hochbauamt reichte das Baugesuch am 5. März 2026 ein, am 6. März 2026 wurden die Bauvisuere gestellt. Das Baugesuch liegt voraussichtlich ab dem 20. März 2026 öffentlich auf. Da der Stadtrat bereits im Jahr 2023 einen Rahmenvertrag für einen ortsunabhängigen Holzmodulbau für Schul- und Betreuungsnutzung genehmigt hatte, ist für das vorliegende Projekt kein weiteres Vergabeverfahren erforderlich.
Sofern keine Einsprachen eingehen, beginnen die Baumassnahmen im Herbst 2026. Die Fertigstellung des Modulbaus ist für Herbst 2027 vorgesehen. Während der Bauzeit wird die Baustelle eingezäunt, um eine sichere Trennung zwischen den Schulkindern sowie Passantinnen und Passanten und dem Baustellenverkehr zu gewährleisten. Bis zur Fertigstellung des Modulbaus sind bereits Zwischenlösungen in Betrieb.
Selim Jung
Lade Fotos..