Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Im Pop-up-Store "Super Store" verkaufte der Verein "Made in St.Gallen" in der letztjährigen Vorweihnachtszeit regionale Produkte seiner Mitglieder.
Die Initiative «Made in St.Gallen» gehört zu den fünf Finalisten des diesjährigen Standortförderungsawards von Netzwerk Standort Schweiz. Mit einem breiten Engagement für lokale Produktion, unternehmerischen Austausch und nachhaltige Entwicklung hat sich der Verein unter zahlreichen Bewerbungen durchgesetzt.
Innovation Auch 2025 verleiht der Dachverband Netzwerk Standort Schweiz seine Awards für innovative und wirksame Projekte in der Standort- und Wirtschaftsförderung. Fünf Projekte aus unterschiedlichen Regionen wurden von einer Fachjury nominiert. Neben Projekten aus Stein AR, Thun, Lausanne und dem Toggenburg ist auch ein Projekt aus St.Gallen vertreten: die Made in St.Gallen Initiative. «Die Nominierung für den Standortförderungsaward ist eine grosse Anerkennung unserer Tätigkeiten. Die Nomination bestärkt uns, weiterhin aktiv, innovativ und frisch zu bleiben und uns mit Herzblut für die produzierenden Betriebe im Kanton St.Gallen einzusetzen», sagt Christof Gasser, Geschäftsführer des Vereins «Made in St.Gallen Initiative». Die nominierten Projekte verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte – vom Ausbau regionaler Energieversorgung über kulturelle Stadtinszenierungen bis hin zu wirtschaftlicher Vernetzung. Bewertet wurden sie anhand definierter Kriterien, insbesondere in Bezug auf Standortentwicklung und Sichtbarkeit regionaler Stärken. Die Jury, bestehend aus Fachpersonen aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, trifft Mitte September ihre Entscheidung. Die Preisverleihung findet am 26. November im Rahmen der Fachtagung «Dialog» in Bern statt.
Die Made in St.Gallen Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, produzierende Betriebe im Kanton zu fördern – ideell und finanziell. Der Verein unterstützt seine mittlerweile 128 Mitglieder durch Veranstaltungen, Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit. Besonders wichtig sind dabei drei Handlungsfelder: Netzwerkbildung, Sichtbarkeit und Know-how-Austausch. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Mitglieder monatlich bei wechselnden Gastgebern aus dem Netzwerk treffen, um sich kennenzulernen, Einblicke zu erhalten und Kooperationen zu fördern. «Diese Offenheit und der branchenübergreifende Austausch schaffen echten Mehrwert», sagt Gasser. Ein weiteres wichtiges Standbein sind Plattformen wie der Pop-up-Shop «Super Store», mit dem die Initiative zur Weihnachtszeit lokale Produkte in der St.Galler Innenstadt sichtbar macht. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungen, bei denen Themen wie Social Media, Fachkräftemangel oder Künstliche Intelligenz behandelt werden.
Der Verein sucht bewusst die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und setzt auf Synergien. Christof Gasser verweist auf die enge Verbindung zu Partnern wie St.Gallen-Bodensee Tourismus, Culinarium oder dem Pendant Made in Zurich. «Wir glauben an die Kraft der Kooperation – gerade in einem wirtschaftlich vielfältigen Umfeld wie dem unseren.» Das Thema Nachhaltigkeit spielt für die Initiative ebenfalls eine bedeutende Rolle. Auch wenn keine verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien für den Vereinsbeitritt bestehen, erwartet man von den Mitgliedern ein verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln im sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Sinn. Die Devise lautet: «So lokal wie möglich und so global wie nötig.»
Entstanden ist die Idee für «Made in St.Gallen» aus der Wirtschaft selbst: Unternehmer aus verschiedenen Branchen – darunter HB-Therm, Die Gestalter und Senn Development – entwickelten vor fünf Jahren das Konzept und sind noch heute im Vereinsvorstand aktiv. Das Ziel war von Anfang an klar: Lokale Produktion sichtbar machen, die Zusammenarbeit fördern und dem Standort St.Gallen mehr Gewicht verleihen. Für die kommenden Wochen blickt Geschäftsführer Christof Gasser mit gespannter Zuversicht nach Bern: «Alle fünf Projekte setzen auf ihre Weise innovative Ansätze um. Wir werden unser Bestes geben, die Jury am Pitch zu überzeugen und im November den Award mit nach St.Gallen zu bringen.» Ob «Made in St.Gallen» am Ende die Jury überzeugt, wird sich an der Preisverleihung Ende November zeigen.
Selim Jung
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