Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Roger Hochreutener.
Der umtriebige Mitte-Politiker Roger Hochreutener ist im Alter von 64 Jahren an Herzversagen gestorben. Er bewirkte im Kanton St.Gallen in verschiedenen Positionen ungewöhnlich viel und sorgte zuletzt als Gemeindepräsident von Eggersriet für die Gesundung der Gemeindefinanzen.
Nekrolog Der Rechtsagent war von 1993 bis 2005 Gemeindepräsident von Tübach und von 2006 bis 2012 Stadtpräsident von Lichtensteig. In beiden Gemeinden hinterliess er deutliche Spuren. Bereits dort sanierte er die Finanzen, und in Lichtensteig konnte er den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes entgegennehmen, nachdem er die Entwicklung der Altstadt tatkräftig gefördert hatte. Von 2013 bis 2024 führte er Eggersriet als Gemeindepräsident. Er sorgte für neue Bauwerke, die Einführung der Einheitsgemeinde und neue soziale Angebote.
Zu Hochreuteners grossen Leistungen zählen seine Geschäftsführungen in kantonalen Gremien. Während zwanzig Jahren war er Geschäftsführer der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten. Gleichzeitig amtierte er als Geschäftsleiter des kantonalen Trägervereins Integrationsprojekte und war damit beinahe so etwas wie ein achter Regierungsrat. In dieser Funktion baute er neue Strukturen im Asylwesen auf, verursachte jedoch auch Spannungen. Hochreutener galt als politischer Macher mit grosser Schaffenskraft, eckte mit seinem hohen Arbeitstempo und seiner direkten Art jedoch auch an. Dennoch wurde ihm eine gewisse «Festzelttauglichkeit» nachgesagt: Er galt als gesellig, unterhielt mit seinem Humor glänzend und genoss es, in gemütlicher Runde ein Glas Rotwein zu trinken.
Zu Kritik führte unter anderem, dass er im Restaurant seiner Familie arbeitete, obwohl er in seiner Gemeinde krankgeschrieben war. Hochreuteners Anwalt machte geltend, sein Klient sei «arbeitsbezogen» krank gewesen, habe nicht mit stressigen Situationen konfrontiert werden dürfen und habe bei der Gemeinde lediglich ein Teilpensum ausgeübt. Zuletzt wurde ihm zudem vorgeworfen, sein Lebensmittelpunkt liege nicht in Eggersriet, was gesetzlich vorgeschrieben ist.
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