Karin Jung
verlässt das Amt für Wirtschaft und Arbeit nach sieben Jahren.
Symbolbild.
Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt in der engeren Region St.Gallen äusserst rege, wie die St.Galler Kantonalbank (SGKB) in ihrem neuesten Immobilienmarkt-Bericht darlegt. Es ist weiterhin mit steigenden Preisen zu rechnen.
Immobilienmarkt Zurückzuführen ist dies auf das anhaltende Bevölkerungswachstum, wobei die günstigen Finanzierungskonditionen das Interesse am Erwerb von Wohneigentum weiterhin stützen. Zwar hat sich das Nachfragewachstum im Herbst etwas abgeschwächt, dennoch übersteigt die Zahl der Suchabonnmements für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, die auf den Vermarkungsplattformen geschaltet sind, das Angebot weiterhin markant. Besonders in den mittleren Grössen-und Preiskategorien ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot.
Die Wohnungsauswahl hat sich in der Region St.Gallen weiter verengt. Im dritten Quartal 2025 standen lediglich 2,9 Prozent aller Eigentumswohnungen zum Verkauf – deutlich weniger als im landesweiten Durchschnitt von 4,1 Prozent. Gleichzeitig dürfte die Neubautätigkeit etwas anziehen und zu einer leichten Entlastung beitragen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden knapp 400 neue Eigentumswohnungen bewilligt, fast doppelt so viele wie die rund 210 Einheiten im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Segment der Einfamilienhäuser bleibt das Angebot insbesondere an neuwertigen Objekten ausgesprochen knapp.
Die Angebotsverknappung führte im dritten Quartal 2025 erneut zu steigenden Eigenheimpreisen. Einfamilienhäuser verteuerten sich in der Region St.Gallen gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 4,8 Prozent und damit leicht stärker als im schweizerischen Mittel. Beim Stockwerkeigentum hat sich das Preiswachstum zwar beschleunigt, der Jahresanstieg blieb mit 3,6 Prozent jedoch unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 4,5 Prozent. In der Stadt St.Gallen legten die Eigentumswohnungen moderat um 1,3 Prozent zu, während hier ein mittleres Einfamilienhaus um mehr als fünf Prozent teurer wurde.
In ihrem Ausblick betont die SGKB, dass die Stadt St.Gallen und ihr Umland zu den attraktivsten Wohn- und Arbeitsregionen im Kanton gehört und auch künftig zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner anziehen wird. Das belebt primär die Mietwohnungsnachfrage, doch auch Wohneigentum bleibt gefragt – nicht zuletzt aufgrund des anhaltend tiefen Zinsumfelds. Entsprechend ist in den kommenden Monaten weiterhin mit moderat steigenden Preisen zu rechnen.
Die höchsten Preise für Einfamilienhäuser wurden in letzter Zeit in der Region in Mörschwil bezahlt, nämlich über zwei Millionen pro Einheit. Es folgen St.Gallen, Gaiserwald und Wittenbach mit 1,8 bis 2 Millionen. Die günstigsten Preise (unter 1,4 Millionen) verzeichnen Muolen und Degersheim, während die anderen Gemeinden im Mittelfeld zwischen 1,4 bis 1,8 Millionen liegen. In den letzten zehn Jahren sind die Preise allgemein bis zu 40 Prozent angestiegen.
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