Susanne Hartmann
erntet für Ihre Aussagen zum Autobahnausbau harsche Kritik.
Reviväl gewinnt den bandXost Bandwettbewerb 2025.
Das Finale des Newcomer-Wettbewerbs bandXost 2025 zeigte eine aussergewöhnlich hohe musikalische Qualität und setzte erstmals ein umfassendes Inklusionskonzept um. Die Bündner Rockband Reviväl entschied den Wettbewerb für sich.
Musik Die 20. Ausgabe des Finales von bandXost brachte eine aussergewöhnliche Mischung aus Dynamik, Vielfalt und Spannung. Acht Bands und Musikerinnen und Musiker aus der Ostschweiz und Liechtenstein traten in der Grabenhalle gegeneinander an und präsentierten einen Abend, der von feinfühligem Indie-Pop über mitreissenden Rock bis zum energiegeladenen Hip-Hop reichte. Das Niveau war so hoch wie noch nie, was die Jury vor eine selten schwierige Aufgabe stellte. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs waren mehrere Bewertungsrunden nötig, um eine Entscheidung zu treffen. Am Ende setzten sich Reviväl durch – eine Band, die vor einem Jahr noch knapp am Podest vorbeigeschrammt war.
Der Sieg von Reviväl sorgte für grossen Jubel, denn ihre Mischung aus rauem Rock’n’Roll und nostalgischen Anleihen begeisterte Publikum und Fachjury gleichermassen. Ihre Songs, die an Bands wie Queen oder Bon Jovi erinnern, überzeugten durch Ehrlichkeit, Energie und musikalische Präzision. Den zweiten Platz belegte der junge Rapper CIMILO, der seine persönlichen Geschichten auf Rätoromanisch erzählte und mit starkem Flow sowie beeindruckender Bühnenpräsenz überzeugte. Den dritten Platz sicherte sich TINKA, deren eindringliche Stimme und gefühlvolle Performance die Atmosphäre des Abends prägten. Für die drei Erstplatzierten wie auch für alle weiteren Finalteilnehmenden bedeutete die Präsenz auf der Bühne eine wichtige Chance, sich in der Schweizer Musikszene sichtbar zu machen. Der Wettbewerb bot ihnen nicht nur eine Plattform, sondern auch wertvolle Kontakte, professionelle Rückmeldungen und hochwertiges Bildmaterial für ihre weitere Karriere. Die Preisgelder und Förderpakete im Gesamtwert von über 55'000 Franken unterstützen die jungen Talente zusätzlich bei den nächsten Schritten, von Studioaufnahmen bis zu Musikvideos und Festivalauftritten. Einen besonderen Zusatzpreis erhielt zudem die Band Cutting Curves aus Trogen, die mit ihrer visuellen und musikalischen Eigenständigkeit überzeugte und erstmals eine Musikvideoproduktion im Wert von bis zu 10'000 Franken gewann.
Ein Schwerpunkt der Jubiläumsausgabe lag auf der Inklusion. Erstmals wurde das gesamte Finale als barrierearmes Pionierprojekt umgesetzt und setzte damit europaweit neue Massstäbe. Eine eigens entwickelte Vibrationsbühne machte Musik für Menschen mit Hörbeeinträchtigung körperlich erfahrbar, während sämtliche Moderationen und Songtexte in Deutschschweizer Gebärdensprache übersetzt wurden. Die Resonanz aus der gehörlosen Community war entsprechend gross, und die Verantwortlichen des Schweizerischen Gehörlosenverbands zeigten sich beeindruckt von der Sensibilität und Innovationskraft des Projekts. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Ruheraum und ein Team von Kulturbegleiterinnen und Kulturbegleitern, die den Konzertbesuch bewusst zugänglicher gestalteten. Damit setzte bandXost ein starkes Zeichen für eine offene, moderne Musiklandschaft und unterstrich sein Ziel, jungen Talenten eine faire und inklusive Bühne zu bieten. Die Jubiläumsausgabe zeigte deutlich, wie breit die Bandbreite der jungen Musikszene heute ist – und wie wichtig es ist, allen Menschen den Zugang zu kulturellen Erlebnissen zu ermöglichen.
Während auf der Bühne gefeiert wurde, läuft hinter den Kulissen ein Projekt, das die Zukunft von bandXost sichern soll. Mit einer laufenden Crowdfunding-Kampagne möchte der Wettbewerb seine digitale Infrastruktur modernisieren, die Sichtbarkeit erhöhen und Inklusionsprojekte langfristig verankern. Unterstützt werden kann die Initiative noch bis zum 29. November 2025. Jede Spende soll dazu beitragen, dass auch künftig junge Musikerinnen und Musiker aus der Ostschweiz und Liechtenstein eine starke Plattform erhalten – und dass bandXost auch in den nächsten zwanzig Jahren ein Sprungbrett für neue Talente bleibt.
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