Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Der St.Galler Stadtrat hat die Jahresziele 2026 bekannt gegeben.
Der Stadtrat von St.Gallen hat die Jahresziele für 2026 präsentiert. Sie leiten sich aus der Vision 2030 sowie den Zielen der laufenden Legislatur 2025–2028 ab und setzen Akzente in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft, Mobilität, Lebensraum und Finanzen.
Jahresziele Zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts St.Gallen plant der Stadtrat im Handlungsfeld «Wirtschaft und Forschung» zwei zentrale Massnahmen. Einerseits soll im Herbst 2026 eine umfassende Unternehmensbefragung durchgeführt werden. Diese soll die Stadt St.Gallen in ihren unterschiedlichen Facetten als Wirtschaftsstandort beleuchten und zugleich die Bedürfnisse der ansässigen Unternehmen erfassen. Andererseits will der Stadtrat die Vermarktung des Standorts gegenüber Unternehmen, Investoren und Entwicklern intensivieren. In diesem Zusammenhang wird die bestehende «Sankt»-Kampagne gezielt auf diese Anspruchsgruppen ausgedehnt.
Im Handlungsfeld Bildung verfolgt die Stadt das Ziel, sich als hochwertiger und innovativer Bildungsstandort weiterzuentwickeln. Das bereits für 2025 formulierte Jahresziel, die Zusammenarbeit im schulischen Umfeld zu stärken, wird weitergeführt. Geplant ist eine intensivere Mehrfachnutzung von Infrastrukturen durch Schule und Tagesbetreuung. Zudem sollen die Schnittstellen und Zuständigkeiten mit allen schulnahen Betrieben und Stellen systematisch geklärt werden. Durch diese verbesserte Zusammenarbeit soll langfristig die Haltekraft der Regelschule gestärkt werden.
Im Handlungsfeld «Gesellschaft» steht die Sicherung von Lebensqualität und Sicherheit für eine vielfältige Stadtbevölkerung im Fokus. Vorgesehen ist die Schaffung eines betreuten Raums für suchtkranke Menschen. Dieser soll einen sicheren und würdevollen Konsum ermöglichen sowie den Zugang zu Beratung und medizinischer Unterstützung sicherstellen. Gleichzeitig dient das Angebot der Prävention von Überdosierungen und Infektionen. Darüber hinaus soll der Konsumraum den öffentlichen Raum entlasten, insbesondere für Anwohnende sowie für Passantinnen und Passanten. Für das Jahr 2026 sollen das Betriebskonzept, die Umsetzungsplanung und die Finanzierung vorliegen; zudem ist die Einreichung des Baugesuchs vorgesehen.
Im Bereich Mobilität verfolgt die Stadt das Ziel, die Busflotte der Verkehrsbetriebe St.Gallen spätestens bis 2032 vollständig emissionsfrei zu betreiben. Bereits 2026 sollen Stadtparlament und Bevölkerung über die Umstellung der Linie 12 sowie der Ersatzfahrzeuge auf Elektrobusse entscheiden. Ebenfalls zur Abstimmung steht der Ersatz der bestehenden Trolleybusflotte durch Batterietrolleybusse. Parallel dazu wird die Planung für den Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur im Busdepot weiter vorangetrieben.
Die Handlungsfelder «Mobilität» und «Lebensraum» sind insbesondere beim Projekt Bahnhof Bruggen eng miteinander verknüpft. Gemeinsam mit dem Kanton St.Gallen und den SBB plant die Stadt, den Bahnhof Bruggen in Richtung Bahnhof Haggen zu verschieben und als Doppelbahnhof auszubauen. Das Vorhaben soll zugleich neue Impulse für die Entwicklung der beiden angrenzenden Quartiere setzen. Aktuell wird – auch unter Einbezug der 2025 durchgeführten Mitwirkung – das Bauprojekt ausgearbeitet. Der Kredit soll dem Stadtparlament bis Ende 2026 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Zudem sollen auf Grundlage des in einem kooperativen Planungsprozess erarbeiteten Leitbilds erste Arealentwicklungen angestossen werden. Neben den inhaltlichen Zielen der Vision 2030 steht 2026 im Zeichen der finanziellen Konsolidierung. Angesichts weiterhin grosser finanzieller Herausforderungen bildet das Entlastungsprogramm «Alliance» das zentrale Vorhaben des Jahres. Stadtrat, Verwaltung und Stadtparlament sind gefordert, gemeinsam eine nachhaltige Verbesserung der Finanzlage zu erreichen. Ziel ist es, ab dem Budget 2029 auf operativer Ebene der Erfolgsrechnung wieder einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen zu können.
pd
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