Karin Jung
verlässt das Amt für Wirtschaft und Arbeit nach sieben Jahren.
Von links: Siegermuni «Mike» mit Züchter Walter Gschwend, Spender Edy Brüschwiler sowie OK-Präsident Michael Götte und Gabenchef Thomas Eberle. z.V.g.
Das Nordostschweizer Schwingfest (NOS) vom Sonntag, 29. Juni, im St.Galler Gründenmoos ist ein Fest mit einer langen Tradition. Bereits zum 129. Mal gelangt es zur Austragung.
Die sieben Kantone (Appenzell, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau, Zürich) des NOS-Verbandes gehören wohl nicht zu den Ursprungsgebieten des Schwingens, doch ist das Gründungsjahr des Verbandes 1893. Der Ursprung des Schwingens führt in die Berge zu den Sennen und Älplern ins Berner Oberland, Emmental, Entlebuch, nach Ob- und Nidwalden sowie in den Kanton Schwyz. Auch das Appenzellerland findet bereits früh Erwähnung. Wettkämpfe unter Älplern, die den «Stärksten» unter sich in den erwähnten Kantonen auf den angrenzenden Alpen gesucht haben, gibt es wohl seit Urzeiten. Noch vor der Gründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (1895) fanden bereits eidgenössische Veranstaltungen statt. Schon damals war ein Schwingfest nicht nur ein Fest des Sportes.
Zur Tradition gehörte auch das Rahmenprogramm mit Jodel, Fahnenschwingen, Alphorn und musikalischer Begleitung. Dies ist auch beim NOS in St.Gallen so. Das Jodelchörli St.Gallen Ost, die Fahnenschwinger Patrick Guidon und Franz Arnold, das Alphornquintett Alphornstimmig, die Otmarmusik St.Gallen und die Hütte-Höckler sind für den Unterhaltungsteil beim NOS in St.Gallen zuständig. Ebenso traditionell ist, dass die besten Schwinger jeweils einen Lebendpreis erhalten. Beim NOS in St.Gallen sind dies der Siegermini «Mike», die Rinder «Hamela», «Francesca» und «Texas», das Fohlen «Neiky von der Roosmad» und das Kalb «Oregano».
Die Startliste des Nordostschweizer Schwingfest (NOS) umfasst 158 Namen. Darunter sind auch prominente und bekannte Schwinger. Nicht weniger als 13 Schwinger dürfen sich Eidgenossen nennen. Das bedeutet, dass sie an einem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest, das nur alle drei Jahre durchgeführt wird, einen Kranz gewonnen haben. Die bekanntesten Ostschweizer Eidgenossen sind die Thurgauer Samuel Giger und Domenic Schneider, die Toggenburger Werner Schlegel, Damian Ott und Marcel Räbsamen, aber auch der Bündner Armon Orlik, der St.Galler Oberländer Marco Good oder die Appenzeller Martin Herrsche und Martin Roth sowie der Glarner Roger Rychen. Sie alle sind dem Kreis der Favoriten zuzurechnen. Prominenz wird es im Gündenmoos nicht nur in den fünf Sägemehlringen geben, sondern auch auf den Tribünen. So hat Bundesrat Martin Pfister seinen Besuch angekündigt. Es wird der erste Besuch des neuen Sportministers in der Ostschweiz sein. Dass den Schwingern diese Ehre zuteil wird, zeigt die Bedeutung des NOS, für das nur noch wenige Tribünenplätze verfügbar sind.
pd
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