Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Rolf Wunderer.
Universitätsprofessor Rolf Wunderer ist im Alter von 88 Jahren in St.Gallen verstorben. Mit ihm verliert die Universität St.Gallen einen herausragenden Denker und einen begeisternden wissenschaftlichen Vermittler. Insbesondere mit dem von ihm gegründeten Institut für Führung und Personalmanagement prägte er die Entwicklung der Führungs- und Managementlehre nachhaltig.
Nekrolog Der Betriebswirtschafter promovierte 1967 an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Dissertation «Systembildende Betrachtungsweisen der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und ihr Einfluss auf die Darstellung des Unternehmens» zum Dr. oec. publ. 1974 wurde er von der Universität-Gesamthochschule Essen zum ordentlichen Professor für Betriebswirtschaftslehre gewählt. 1983 folgte er dem Ruf an die Universität St.Gallen, wo er sich endgültig niederliess. Daneben wirkte er als Gastprofessor in Deutschland, den USA und Japan. In einem Nachruf würdigt die Universität St.Gallen Wunderer als leidenschaftlichen Vordenker für Leadership, werteorientierte Führung, Mitunternehmertum und eine zeitgemässe Rolle des Personalmanagements. Er gehörte zu den ersten, die Führung nicht ausschliesslich als betriebswirtschaftliche Disziplin verstanden, sondern auch als persönliche Aufgabe von Kopf, Herz und Hand. Mit grossem Durchsetzungsvermögen vertrat er seine Überzeugungen und verstand es, diese über Generationen hinweg in der Lehre zu vermitteln und in der Praxis zu verankern.
Rolf Wunderer war ein äusserst produktiver Wissenschaftler. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählt das Werk «Führung und Zusammenarbeit», das sich als Standardwerk etablierte und in neun Auflagen erschien, die er stets aktualisierte. Auch die Bücher «Mitarbeiter als Mitunternehmer» und «Personalmanagement – Quo vadis?» fanden grosse Beachtung in der Fachwelt. Eine besondere Herzensangelegenheit war für ihn die Verbindung von Management und Märchen. Damit wirkte er weit über die akademische Welt hinaus, unter anderem mit seinem Buch «Der gestiefelte Kater als Unternehmer». Zudem leitete er den Arbeitskreis «Märchen und Management» der Schweizerischen Märchengesellschaft (SMG). Wunderer setzte sich nicht nur theoretisch für ein werteorientiertes Unternehmertum ein, sondern lebte diese Haltung auch selbst – insbesondere durch seine menschliche Zuwendung. Er war ein ausgesprochener Familienmensch und gab seine Begeisterung für Märchen an seine Kinder weiter.
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